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Im Jahr 2022 wird es am Himmel ein ganz besonderes Ereignis zu bestaunen geben, eine Sternenexplosion in 1800 Lichtjahren Entfernung.

Sternenexplosion 2022 ohne Hilfsmittel sichtbar

Besonders schön: Um die Sternenkollision zu sehen bzw. seine Auswirkungen auf unseren Nachthimmel zu beobachten, benötigen wir noch nicht einmal eine besondere Ausrüstung wie ein Teleskop oder andere Hilfsmittel. Sogar eine Schutzbrille, wie sie zum Beobachten einer Sonnenfinsternis aus gesundheitlichen Gründen anzuraten ist, wird nicht notwendig sein, wenn es im Sternbild Schwan in wenigen Jahren zu dieser Sternenexplosion bzw. Sternenkollision kommen wird. Der Schwan (lateinisch bzw. fachsprachlich auch Cygnus genannt) ist ein Sternbild am Nordsternhimmel, er ist eins der Sommersternbilder und wird auch Kreuz des Nordens (Nördliches Kreuz) genannt, da er so gut zu sehen ist. Damit ist die Sternenexplosion 2022 voraussichtlich auch von Europa bzw. Deutschland aus zu sehen. Und da die Auswirkungen länger anhalten (mindestens wohl einen Monat, wahrscheinlich sogar mehrere Monate), werden wir, selbst wenn das Ereignis im Winter stattfindet, eine gute Chance haben, einen Blick auf die Rote Nova werfen können.

Zwei Dinge machen das Himmelsereignis einer Fusion 2022 so besonders:

  • Die Vorhersage selbst: Zum einen dass man heute schon mit großer Wahrscheinlichkeit vorhersagen kann, dass es dann zu dieser Sternenexplosion kommen wird. Zumindest trauen sich die entsprechenden Wissenschaftler das zu.
  • Die Sichtbarkeit der Fusion und Roten Nova: Und zum anderen, dass man die Sternenexplosion und ihre Folgen mit blossem Auge von der Erde erkennen kann. Eine sternenklare Nacht ist und bleibt natürlich Voraussetzung und natürlich sieht man mit einem Teleskop mehr.

Die Verschmelzung der beiden Sterne in einem sogenannten Mergerburst (Verschmelzungsausbruch, Aufleuchten eines Sterns infolge der Verschmelzung mit einem Begleitsystem) wird von der Erde aus für Monate als rote Nova zu erkennen sein.

Hier die Position des verschmelzenden Doppelsternsystems in Verbindung zum Sternbild Schwan:

Sternenexplosion 2022 wo genau.
Sternenexplosion 2022 im Bezug zum Sternbild Schwan. Die beiden Sterne, die eben 2022 miteinander fusionieren werden, gehören also nicht zum Sternbild selbst.

Rote Nova – Sternenexplosion und Sternenkollision 2022

Vereinzelt werden für das zu erwartende Himmelsereignis 2022 nicht nur die Begriffe Sternenexplosion und Sternenkollision verwendet, auch der Begriff Supernova bzw. Rote Nova wird immer wieder genannt. Wobei es sich um eine Leuchtkräftige rote Nova (kurz eben einfach nur rote Nova) handelt. Dies ist eine seltene Klasse von eruptiven veränderlichen Sternen. Im Rahmen eines Ausbruchs entwickeln diese dann eine intensive rote Farbe.

Weitere Bezeichnungen für eine leuchtkräftige rote Nova sind: intermediate-luminosity transient, Intermediate-Luminosity Optical Transients oder als Intermediate-Luminosity Red Transients.

Leuchtkräftige Rote Nova 2002

Eine solche leuchtkräftige rote Nova gab es bereits und zwar am 17. Dezember 2002 im Sternbild Einhorn (Monoceros) und wird V838 Monocerotis (Kurz V838 Mon) genannt. Durch den Ausbruch wurde der Stern in wenigen Tagen zehntausend mal heller als zuvor und somit heller als alle anderen Sterne der Milchstraße.

Rote Nova V838 Mon.
Die Leuchtkräftige Rote Nova V838 Monocerotis (Bild: NASA, ESA and H.E. Bond (STScI)). So war die Rote Nova allerdings nicht mit bloßem Auge zu sehen, für ein so gutes Bild benötigt man dann doch ein Teleskop. Das wird auch bei der Sternenexplosion 2022 nicht anders sein.

Rote Nova 2022

Die beiden Sterne (Doppelsternsystem), um die es bei der roten Nova 2022 geht, befinden sich in 1800 Lichtjahren Entfernung zu uns. Die beiden Komponenten des Doppelsternsystems benötigen derzeit nur knapp elf Stunden zum umeinander rotieren. Und diese Umlaufperiode nimmt kontinuierlich ab. Die Verschmelzung ist nur noch eine Frage der Zeit. Durch die Sternenkollision wird die Leuchtkraft auf das 10.000fache von dem anwachsen, was der Doppelstern derzeit erreicht. Man nimmt an, dass das ausreicht, um heller als der Nordstern zu strahlen. Und der Nordstern ist ein sehr heller Stern an unserem nördlichen Nachthimmel, so hell und auffällig, dass er uns auch zur Orientierung dient. Der Nordstern (auch Polarstern) befindet sich im Sternbild Kleiner Bär (bei uns auch als Kleiner Wagen bekannt). Seine scheinbare Helligkeit (visuelle Helligkeit) wird mit 1,97 mag angegeben.

Explosion am Himmel ist Höhepunkt der Verschmelzung zweier Sterne

Wenn es 2022 so weit ist, wird die Explosion aber nur der Höhepunkt der Verschmelzung dieser beiden so weit von uns entfernten Sterne sein. Wie Astronomen bereits seit längerem beobachten, umkreisen sich die beiden Sterne schon seit Längerem. Wenn es 2022 dann so weit ist, wird es so zu einer roten Nova kommen.

Kann man die rote Nova verpassen?

Die rote Nova wird, wenn sie denn dann stattfindet, kein Ereignis sein, dass wie ein Blitz nur Bruchteile von Sekunden dauert. Auch wird die Fusion der beiden Sterne länger sichtbar bleiben, als eine Sternschnuppe an unserem Himmel, man geht davon aus, dass die rote Nova als gewaltiger Lichtblitz am Nachthimmel mindestens einen Monat mit bloßem Auge zu sehen sein wird. Damit unterscheidet sich diese Fusion der beiden Sterne deutlich von einer Supernova, bei der nur ein einzelner Stern explodiert. Ein Ereignis, das eben recht schnell auch wieder vorbei ist.

Sollte man das Ereignis dieser Fusion doch verpassen, die Sternwarte aus den USA, die zuerst auf die Sternenexplosion hingewiesen hat, bereitet einen Dokumentarfilm über die Erforschung der Roten Nova vor. Dieser soll nah der Sternenexplosion 2022 veröffentlicht werden.

Wie sicher ist die Prognose für die Sternenkollision 2022?

Es ist das erste Mal, dass Astronomen überhaupt eine solche Aussage treffen. Kometen lassen sich meist vorhersagen, wir wissen auch, wann an unserem Nachthimmel mit besonderen Ereignissen wie Leoniden oder Perseiden, einem vermehrten Aufkommen an Sternschnuppen, zu rechnen ist. Auch Mondfinsternis und Sonnenfinsternis lassen sich sehr gut berechnen, eben alles, von dem uns Umlaufbahnen der beteiligten Sterne und Planeten gut bekannt ist. Dennoch hat man sich getraut und eine solche Ankündigung einer zu erwartenden Sternexplosion für 2022 im Sternbild Schwan in den Raum gestellt. Ob diese Erwartung erfüllt wird, steht eigentlich schon fest, das Doppelsternsystem liegt in den letzten Zügen, wissen werden wir es bei 1800 Lichtjahren Entfernung aber eben erst in ca. fünf Jahren.

Genauer Zeitpunkt der Sternenexplosion

Als genauer Zeitpunkt der Sternenexplosion wird übrigens 2022,2 ± 0.6 angegeben. Das ist nun nicht wirklich ein Datum. Es lässt sich also heute nicht auf den Tag genau bestimmen, wann die beiden Sterne miteinander kollidieren werden und es zur Roten Nova kommen wird. Es kann auch Ende 2021 sein oder zu Beginn von 2023 (wobei dies bei 2022,2 + 0,6 doch eher sehr unwahrscheinlich ist). Die rote Nova soll dann eine sichtbare Magnitude 2 haben. Ein Datum oder einen genauen Zeitpunkt gibt es also nicht.

Die Vorhersagen und ersten Berichte zur Sternenexplosion für 2022 datieren von Beginn des Jahres 2017. Mitgeteilt wurde die Erwartung auf das Himmelsereignis vom Calvin College im US-Bundesstaat Michigan. Mitteilung Calvin College USA.

Vorschau Video bzw. Vorbereicht – Luminous Trailer (englisch), Sam Smartt. Trailer für den Film über eine Sternenexplosion mit Ansage:

Doppelstern im Sternbild Schwan – KIC 9832227 wird zu zwei Sternen

Fakt ist auf jeden Fall, dass es im Sternbild Schwan einen blinkenden Punkt gibt (KIC 9832227), der erst 2013 von einer Sternwarte im US-Bundesstaat New Mexiko als Doppelstern bzw. als tanzendes Sternenpaar erkannt werden konnte. Inzwischen weiß man, dass der eine dieser beiden Sterne etwa 40 Prozent größer ist als unsere Sonne, der andere hingegen nur ein Drittel so groß. Die beiden umlaufen sich so, dass es zu Überschattungen kommt, was das ganze von uns aus zunächst als blinkenden Punkt bzw. Stern wirken ließ. Die beiden Sterne stehen schon so nahe beieinander, dass sie sich eine Gashülle teilen. Die Kollision der beiden ist also wohl wirklich absehbar.
Wie genau das Ganze ablaufen wird, das wird noch erforscht. Der physikalische Mechanismus, der eine solche stellare Verschmelzung antreibt, ist noch nicht entschlüsselt und steht derzeit noch im Mittelpunkt der Untersuchungen von KIC 9832227.

Sternbild Schwan – Kreuz des Nordens

Das Sternbild Schwan (Cygnus) gehört zu den gut zu erkennenden Sommersternbildern. Die zum Schwan gehörenden Sterne bilden am Nachthimmel ein Kreuz. Daher wird der Schwan auch als Kreuz des Nordens (Nördliches Kreuz) genannt, als Gegenstück zum Kreuz des Südens. Das Kreuz des Südens ist ein kleines, aber dennoch sehr markantes Sternbild des Südhimmels. Es wird durch vier helle Sterne gebildet. Cygnus besteht aus einer ganzen Reihe von Sternen, allerdings nur fünf davon sind heller als 3mag (Magnitude, die Kollision selbst wird heller als 2 mag sein). Durch den Schwan zieht sich das helle Band der Milchstraße, weshalb das Sternbild reich an besonderen Sternen und nebligen Objekten ist. Wenn man freiäugig oder mit dem Feldstecher hin und her streift, erkennt man Strukturen der Milchstraße und südlich zum Adler hin ihre Teilung. Interessant ist der mehrfache Wechsel zwischen äußerst sternreichen und dunklen Gebieten sowie mehreren hellen Sternhaufen.

Der Schwan gehört zu den 48 Sternbildern der antiken griechischen Astronomie, die bereits von Claudius Ptolemäus beschrieben wurden.

Und eigentlich ist die Sternenkollision schon vorbei:

Lichtgeschwindigkeit – Sternenkollision im Sternbild Schwan ist bereits geschehen

Ob das Ereignis 2022 zu beobachten sein wird der nicht, steht eigentlich sogar schon fest. Denn die Wissenschaftler weisen immer wieder darauf hin, dass die Verschmelzung dieser beiden Sterne, ihre Kollision zwar sehr wahrscheinlich ist und alle Berechnungen auf das gewaltige Naturschauspiel hinweisen, ganz sicher kann man aber natürlich nicht sein, ob sich die beiden Sterne im Sternbild des Cygnus (auch Schwan genannt9 daran halten werden. Dennoch steht eigentlich jetzt schon fest, ob wir alle eine kollossale Enttäuschung erleben werden, oder ob die Lichterscheinung im nördlichen Teil des Sternbildes wirklich uns alle bewegen wird, denn eigentlich ist diese Kollision dieser beiden Sterne entweder schon geschehen oder sie haben sich doch verfehlt oder das Ereignis hat später stattgefunden als von uns Menschen angedacht. Denn die Sterne, um die es geht, sind einige Lichtjahre entfernt. Das Licht der stattgefundenen oder vielleicht erst später stattfindenden Sternenkollision ist also bereits lange auf dem Weg zu uns. Nur sehen werden wir es eben erst 2022.

Beispiel für die Lichtgeschwindigkeit

Nur als Beispiel: 2008 hat man eine Feierlichkeit zum 50. Geburtstag der NASA ausgerichtet. Teil der Zeremonie war es, den Beatles-Song Across the Universe in Richtung des Polarstern auszustrahlen. Dafür wurde der Beatles-Song als MP3 codiert und dann mit Hilfe der Madrider Deep-Space-Antenne ausgestrahlt (Das Deep Space Network der NASA feierte 2008 das 45jährige Bestehen). Der Beatles Song wird dann im Jahr 2440 die Polarsternregion erreichen, denn dieser befindet sich 431 (plus minus 27) Lichtjahre von uns entfernt. Gespielt wurde der Song also schon, er braucht eben auch einige Zeit, bis er sein Ziel erreicht.