Wintersternbilder

Das Gegenstück zum Sommersternbild ist das Wintersternbild. Dabei handelt es sich um Konstellationen, die am abendlichen Winterhimmel in Europa – bzw. auf der gesamten Nordhalbkugel – gut zu sehen sind. Sternbilder, die über der Nordhalbkugel im Winter gut zu sehen sind, sind dann über der Südhalbkugel nicht zu entdecken und umgekehrt. So wandelt sich der Sternhimmel über Südhalbkugel und Nordhalbkugel im Verlauf des Jahres.

Da zum Sternenhimmel im Winter gleich 17 der 30 hellsten Sterne des gesamten Himmels gehören (demnach gehören nur 13 zu der übrigen Zeit) gilt er als besonders schöner Sternhimmel im Jahreskreis.

Bekannte Wintersternbilder

Etwa 35 Prozent der auf mittleren nördlichen Breitengraden sichtbaren Sternbilder können als Wintersternbilder bezeichnet werden. An den Rändern überlagern sie sich mit den Frühlings- bzw. Herbst-Sternbildern.

Zu den bekanntesten Sternen-Konstellationen am winterlichen Himmel gehören:

  • Orion mit seinen Begleitern Großer Hund und Kleiner Hund (Canis Major und minor), Zwillinge (Gemini), Fuhrmann (Auriga) und Stier (Taurus). Die Hauptsterne dieser Sternbilder bilden zusammen auch das so genannte Winterseckseck.
  • Rechts bzw. westlich des Orions sind dann Widder (Aries), Kopf des Walfischs (Cetus), Eridanus und Hase (Lepus) zu sehen. Östlich des Orion dann noch das Einhorn (Monoceros).
  • Nahe dem Zenit können am winterlichen Nachthimmel neben Perseus auch noch Kassiopeia beobachtet werden.

Wenn 35 Prozent der Sternbilder zu den Sommersternbildern gerechnet werden und 35 Prozent zu den Wintersternbildern, dann bleiben nur 30 Prozent für die Herbst-Sternbilder und Frühlings-Sternbilder übrig.

Die Sternenexplosion 2022 soll im Sternbild Schwan stattfinden. Dieses Sternbild ist ein Sommersternbild. Daher sind die Auswirkungen der Sternenexplosion auf der Nordhalbkugel, also auch in Europa und Deutschland, besonders gut im Sommer zu beobachten.